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[ Impuls aus der Natur vom 11.03.2022 ]




Momentan sind im Wald überall junge, sich entrollende Blätter zu entdecken, die kraftvoll aus dem Boden schiessen. Bärlauch?

Weit gefehlt. Es handelt sich dabei um Aaronstab, eine Pflanze, die in unseren heimischen Wäldern vorkommt, aber auch als Zierpflanze in Gärten zu finden ist.


Beim Anblick dieser explodierenden Aaronstab-Pflanzenkolonie, die den Waldboden momentan für sich einnimmt, musste ich unwillkürlich an die aktuelle Situation in der Ukraine denken.

Und Aaronstab ist eine so genannte Giftpflanze.

Paracelsus meinte dazu: «Die Dosis macht das Gift». So wurden früher und auch zum Teil noch heute als giftig eingestufte Pflanzen in geringer Dosis zur Bewusstseinserweiterung eingesetzt - um in andere Welten zu reisen und Perspektiven aus anderen Sphären kennenzulernen, die uns verschlossen sind, wenn wir mit beiden Beinen fest im Alltag verankert sind.

Noch heutzutage wird in der Homöopathie nach dem Ähnlichkeitsprinzip «Gleiches mit Gleichem» behandelt - dabei werden auch giftige Wirkstoffe in hochverdünnter Form eingesetzt. So wie beispielsweise Arum maculatum = Aaronstab.


Was das nun mit der aktuellen Situation zu tun hat?

Jedes Gift beinhaltet bestimmte Wirkstoffe, die in übertriebener Form ins Extrem fallen, ins Vergiften einer Situation hinein. Die Wirkstoffe an sich jedoch sind nicht zwangsläufig toxisch.

Worauf weist uns also dieses Gift hin, das gerade zirkuliert? Welcher Wirkstoff ist darin enthalten? Was bedarf unserer Aufmerksamkeit? Und welches Gegengift wollen wir einsetzen - «mehr vom Gleichen» und damit die Wirkung potenzieren. Oder etwas finden, das die Giftwirkung verdünnt, aus der Extremposition herausholt und somit als Gift neutralisiert?


Welches Verhalten wirkt toxisch auf dich?

Was ist der Wirkstoff, der dieses Verhalten wieder in seine/ihre Mitte bringt?


 




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