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[ Impuls aus der Natur vom 01.10.2021 ]



Neulich kam bei mir ein Erinnerungsfunke hoch ... an ein Fest, das in meiner Kindheit (sogar in der Schule) gefeiert wurde - und jetzt (zumindest in meinem Umfeld) völlig aus dem Blickfeld verschwunden ist:

Erntedank

Traditionellerweise am ersten Sonntag im Oktober gefeiert. Laut Wikipedia ein christliches Fest. Thanksgiving in den USA ebenso wie der Almabtrieb in den Bergen liegt derselbe Gedanke zugrunde. Wobei das Fest definitiv seinen Ursprung bereits vor dem Christentum hat ... als Landwirtschaftlich tätige Menschen waren Jahreszeitenfeste schon immer fester Bestandteil ihres Jahreszyklus. So wurde auch damals schon die Ernte im Herbst gefeiert als Zeitpunkt, in dem die Vorratskammern gefüllt waren und ein letztes Mal vor Einbruch der langen, dunklen, kargen Wintermonate nochmal der Fülle und des Vorhandenseins-Von-Allem gehuldigt wurde. Good to know: Bei der Ernte wurde nicht alles "bis auf den kleinsten Rest" eingefahren. Sondern es wurde immer auch etwas als "Gabe" für all die anderen Lebewesen & beseelten Geister auf den Feldern zurückgelassen. Als Danke an Mutter Natur und ihre Gaben an uns Menschen.



Ein vergessenes Fest?

Warum wird diese schöne Tradition nun nicht mehr (in dem Masse) gelebt und gefeiert?

Ich habe mich gefragt: Haben wir verlernt, Danke zu sagen?

Ich wurde mir bewusst: In letzter Zeit bin ich oft im Mangel-Modus unterwegs (dies darf ich nicht mehr, jenes wird mir an Freiraum genommen) statt den Blick auf die Fülle zu richten, die mich umgibt. Ich habe mir fest vorgenommen: Ab jetzt werde ich immer wieder (und besonders im DANKE-Monat Oktober) gezielt die Dankbar-Brille aufzusetzen. Und habe dieses Commitment auch grad mit einem Erntedank-Ritual im Wald besiegelt.


Was lässt dich momentan DANKE sagen? Wem könntest du ganz konkret mit einer Nachricht mal (wieder) danken?


 




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